GES KA Finanzen

Die Finanzfachverfahren der GES Kommunalen Anwendungen (GES KA) wurden als eine SAP ERP basierte und in SAP PSCD integrierte Lösung für die Veranlagung von Steuern und Abgaben entwickelt. Optionale Erweiterungen sind die Bearbeitung der kritischen Vorgänge wie Erlass, Stundung, Niederschlagung oder Aussetzung der Vollziehung, sowie Vollstreckungsmaßnahmen oder die Bearbeitung von Insolvenzfällen.

Die Sollstellungen für Steuern und Gebühren werden in den Fachverfahren Grundbesitzabgaben, Gewerbesteuer, Hundesteuer und übrige wiederkehrende Einnahmen (z.B. Zweitwohnungsteuer) direkt im SAP-System erzeugt und über die Verknüpfung zu den Geschäftspartnern in SAP PSCD verbucht.

Mit einem Klick wechselt der Nutzer in einer einheitlichen Oberfläche aus der Veranlagung in die Kasse und zurück. Optionen zur digitalen Aktenführung und zur medienbruchfreien Interaktion zwischen Bürger und Verwaltung runden die Funktionalität ab.

GES KA Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist die wichtigste originäre Einnahmequelle der Gemeinden und wird auf die objektive Ertragskraft eines Gewerbebetriebes erhoben. Das Fachverfahren GES KA Gewerbesteuer unterstützt die Kommune in der IT-gestützten Verwaltung der Gewerbesteuerfälle und bei sämtlichen Prozessen im Rahmen der Steuererhebung. Die grundlegende Erfassung umfasst die Stammdaten des Steuerpflichtigen (natürliche bzw. juristische Personen, Betriebsstätten, Rechtsform, …) und die vom Finanzamt vorgegebenen Bemessungsdaten. Auf dieser Grundlage erfolgt die automatische Berechnung der Vorauszahlungs-, Veranlagungs- und Zinsbeträge (Vollverzinsung). Hierbei können abweichende Wirtschaftsjahre und Zerlegungsfälle berücksichtigt werden. Die Bearbeitung umfasst auch Funktionen zur Bearbeitung von Hinterziehungs- und Konkursfällen und die Berechnung von Prozesszinsen. Bei der Berechnung und Sollstellung der Steuern werden gesetzliche Regelfälligkeiten und Fristen automatisch berücksichtigt. Die Vorschau auf Bescheide ist jederzeit möglich und die erzeugten Bescheide können direkt archiviert (Archivanbindung oder Digitale Akte) werden. Durch die Integration zum Kassen- und Einnahmemanagement ist jederzeit der integrierte Zugriff auf den Stand der Istzahlungen in der Kasse möglich. Wichtige Statistiken und Auswertungen zur Gewerbesteuererhebung, automatisierte Funktionen zum Datenaustausch mit dem Finanzamt und eine Standardschnittstelle zur Anbindung von Gewerberegisteranwendungen runden den Funktionsumfang des Gewerbesteuerverfahrens ab. 

GES KA Grundbesitzabgaben

Das Fachverfahren Grundbesitzabgaben unterstützt die kommunale Steuerbehörde bei der Verwaltung und Bearbeitung der Grundsteuer und sonstiger Grundbesitzabgaben. Berücksichtigt werden neben der Grundsteuer die Abgabenarten Abfallgebühren, Entwässerungsgebühren (Niederschlagswasserflächen), Fäkalienabgaben (Gruben), Straßenreinigungsgebühren, Wassergeld (Verbrauchsabrechnung), Sondernutzungsgebühren.

Bei entsprechender Einstellung ist es möglich, Bescheide für einzelne Abgabenarten zu erteilen oder Gesamtbescheide über alle Grundbesitzabgaben. Bei allen kassenwirksamen Vorgängen werden die entsprechenden Sollstellungen erzeugt und über die Integration des GES KA an das Kassen- und Einnahmemanagement übergeben.

GES KA Hundesteuer

Das Fachverfahren Hundesteuer befasst sich mit sämtlichen Aufgaben rund um die Erhebung der Hundesteuer und die Verwaltung von Hundemarken.

Die Sachbearbeiter werden nicht nur bei der Bearbeitung von An- und Abmeldungen von Hunden sowie Tatbeständen, die zu Steuerermäßigungen und -befreiungen führen unterstützt, sondern auch beim Druck der Steuerbescheide bis zur Ausgabe verschiedener Statistiken. Wesentliche Merkmale dieses Verfahrens sind: die aktuelle Vorgangsbearbeitung für Steuerpflichtige, die Jahressollstellung, der Änderungsdienst mit Bescheiderstellung.

Bei allen kassenwirksamen Vorgängen werden die entsprechenden Sollstellungen erzeugt und über die Integration des GES KA an das Kassen- und Einnahmemanagement übergeben.

GES KA Kritische Vorgänge

Die kritischen Vorgänge, allgemein Kritische Geschäftsvorfälle genannt, umfassen die Stundung, die Aussetzung der Vollziehung, die Niederschlagung (befristete und unbefristete) und den Erlass. Der Einsatz des Fachverfahrens Kritische Vorgänge erfolgt integriert zu den Veranlagungsverfahren des GES KA Finanzen. Die erzeugten Buchungen werden über die Integration des GES KA an das Kassen- und Einnahmemanagement der SAP übergeben. Das Vorliegen Kritischer Vorgänge zu einem Steuerfall wird den Sachbearbeitern in den Veranlagungsverfahren aufgrund der Integration angezeigt. Auch der Wechsel der Vorgangsart und die Aufhebung von kritischen Vorgängen mit entsprechenden Buchungen werden unterstützt.

GES KA Übrige wiederkehrende Einnahmen

Die Finanzfachverfahren der GES Kommunalen Anwendungen (GES KA) sind die SAP ERP basierte und in das Kassen- und Einnahmemanagement der SAP integrierte Lösung für die Veranlagung von Steuern und Abgaben, die Bearbeitung der Kritischen Vorgänge (Erlass, Stundung, Niederschlagung, Aussetzung der Vollziehung) und die Vollstreckungsmaßnahmen.

Über die Bearbeitung der Gewerbesteuer, Hundesteuer, Grundsteuer und Grundbesitzabgaben hinaus gibt es zahlreiche Abgaben und Gebühren, die nachvollziehbar und rechtssicher zu veranlagen sind.

Insellösungen, Workarounds, heterogene Vorgehensweisen und mangelnde Integration zum Kassen- und Einnahmemanagement sind im Rahmen der Bearbeitung dieser zusätzlichen Abgaben und Gebühren leider immer noch häufig anzutreffen. Fehlende Sachbearbeiterunterstützung, Sicherheit der Geschäftsprozesse und Nachvollziehbarkeit im Rahmen der Rechnungsprüfung erschweren die Tätigkeit der Verwaltung.

GES KA ÜwE ist das Integrationswerkzeug, das als Plattform zur Bearbeitung weiterer Abgabearten dient, eine Integration in das Kassen- und Einnahmemanagement, die Option zur Bearbeitung der Kritischen Vorgänge, eine nachvollziehbare Bescheidschreibung, eine Anbindung digitaler Akten und Möglichkeiten zur medienbruchfreien Interaktion zwischen Bürger und Verwaltung bietet.

Komplexere Berechnungen und ggf. vorzuhaltende zusätzliche Stamm- und Bewegungsdaten zu spezifischen Abgabearten können über User-Exits ausgeprägt werden.

Beispiele für betroffene Abgaben und Gebühren sind unter anderem:

  • Vergnügungssteuer für Automaten mit und ohne Gewinnmöglichkeiten sowie gewaltverherrlichende Spiele
  • Vergnügungssteuer für Veranstaltungen, Tanzveranstaltungen, Filmvorführungen
  • Vergnügungssteuer für pornografische Darstellungen, Schönheitstänze und sexuelle Handlungen
  • Liegenschaftsverwaltung
  • Reitkennzeichen
  • Wettbürosteuer
  • Zweitwohnungssteuer
  • Beherbungungssteuer
  • Kurtaxe
  • Kanalanschlussbeitrag
  • Wertmarkenverkauf für Abfallsackverkauf,Sperrmüll, Kühlgeräte, Häckselservice, Wertstoffannahme, Sonderleerungen, Deponieanlieferung, Entgelte für Entsorgungsnachweise

GES KA Vollstreckung

Das GES KA-Verfahren Vollstreckung ist ein in das Kassen- und Einnahmemanagement der SAP vollständig integriertes Verfahren, mit dem alle Bereiche öffentlich-rechtlicher Vollstreckungsabteilungen abgebildet werden können. Dies beinhaltet sowohl die Verfolgung der öffentlich-rechtlichen Forderungen von Kommunen als auch die Vollstreckung privatrechtlicher Forderungen. Das GES KA Verfahren Vollstreckung bietet unter anderem die parametrisierbare, automatische Übernahme von Belegen nach spezifizierbaren Kriterien in die Vollstreckung, die Erstellung von Schuldnerakten, automatisierbare Aktionen und logische Folgemaßnahmen, die Erzeugung von Vollstreckungsaufträgen inklusive Forderungsübersichten, die Berechnung von Nebenforderungen sowie Vergütungs- und Fahrtkostenabrechnungen. Damit unterstützt das Fachverfahren Vollstreckung sowohl Innendienst, als auch den Außendienst mit einer integrierten Lösung. Importschnittstellen für "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" und Amtshilfeersuchen sowie die Option zur Archivierung des Schriftverkehrs über die SAP ArchiveLink-Schnittstelle, z.B. in die GES Digitale Akte runden die Funktionalität der GES KA Vollstreckung ab.

Das Verfahren GES-KA Vollstreckung beinhaltet Funktionen zur automatisierten Abfrage der Daten zu Schuldner- und Vermögensverzeichnissen aus dem Vollstreckungsportal der Länder (www.vollstreckungsportal.de).

Die ermittelten Daten – inklusive des Vermögensverzeichnisses als PDF-Datei, können in den Schuldnerakten des Verfahrens gespeichert werden und stehen damit auch ohne erneute Abfragen auf das Vollstreckungsportal zur Verfügung.

Die Kommunikation mit dem Vollstreckungsportal (Suche über Personen-, Firmendaten und Rückgabe der ermittelten Daten) erfolgt im SAP-System über einen RFC-Funktionsaufruf eines zusätzlichen JAVA-Programms.

Das Vollstreckungsverfahren ist zusätzlich mit einer Vielzahl an Customizing-Funktionen ausgestattet, die eine individuelle Anpassung ermöglichen.

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Ihr Ansprechpartner Dr. Norbert Rheindorf
An der Schusterinsel 3
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Kommunale Anwendungen Leiter Kundenmanagement
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